Oskar Elster

Onkel meiner Oma.

Pilot in der Luftwaffe.  Mitglied des Afrika Korps unter Rommel.

Kriegsgefangener in Crossville - Tennessee. (USA)

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich ihn zum ersten Mal bewusst getroffen habe.

 

Das muss so Ende der 1980, Anfang der 1990er gewesen sein, und ich war damals schon ein Schulkind. Er und seine Frau Tante Lotte hatten zum Kaffee und Kuchen geladen. Zusammen mit meiner Uroma, Mutti und Oma sassen wir dann an einem Wochenende zur Kaffeerunde in der Güstrower Strasse in Greifswald.

 

Oskar war ein grosser, breitschultriger Mann der Eindruck hinterliess, und bei mir auch ein kleines bisschen Ehrfurcht. Seine Frau und er hörten meist klassische Musik, Operetten und Opern. Waren in der Kulturszene Greifswalds bewandert.

 

Ich hingegen suchte nach irgendeiner Schalplatte, dessen Titel mir vielleicht bekannt war. Gelangte  dan aber schnell an meine Grenzen.

 

Dass Onkel Oskar im Krieg war, das wusste ich auch schon damals. Dass er in Afrika war auch. Weiter nachgefragt habe ich aber nie. Aber scheinbar hat auch niemand anderes in der Familie nachgefragt, womit wir jetzt vor dem Dilemma stehen, eigentlich kaum etwas zu wissen.

 

Diesem Nichtwissen möchte ich jetzt aber endlich ein wenig auf die Sprünge helfen. Ich hoffe mehr zu erfahren über diesen Mann, der in Afrika geflogen und in Amerika in Kriegsgefangenschaft war. Und der nach all dem zurück nach Greifswald kam und mit seiner Frau ein normales Leben in der ehemaligen DDR zu führen.  

 

Ich möchte euch dabei an meinen Recherchen, Erfolgen und Misserfolgen teilhaben.

 

Drückt mir die Daumen. 


Oktober 2020